erstellt von Stefan Schill am 24. und 29. September 2001 (Schill.Stefan@t-online.de)
SUBJEKT UND OBJEKTWie kann es sein, DreifaltigkeitDer Dualismus ist ursprünglicher Natur, erst durch einen Trick greift die Dialektik. Dieser Trick ist gerade diejenige Idee, wie es doch gehen könnte. Verantwortlich hierfür zeichnet sich der heilige Geist: Gott verschenkt aus Liebe die Inspiration für eben diese Idee. Die Menschen besprechen nun ihre Ideen in dem Glauben, daß sie zusammenpassen. Es fallen also Ursache (Glaube) und Wirkung (Thema) weitestgehend zusammen. Ein Dialog wird so fast immer zu einem fruchtbaren Ergebnis (Sohn) führen. Ideen (Söhne) können sich im Laufe der Zeit entfalten. Sie bekommen dann eine Ahnung davon, wohin sie streben (nämlich zum Vater aller Ideen). Die Menschen erhoffen sich dadurch die Lösung ihrer Probleme. DualismusGott ist Licht und verschafft denjenigen, die erleuchtet sind, den Durchblick. Die Schatten (sub-iacere) verschwinden und die zuvor unsichtbaren Schattenspender (ob-iacere) werden erkannt (cognoscere). Licht und Finsternis sind also die beiden Weltengestalter, neben dem Guten (Gott) muss es auch das Böse (Teufel) geben. Die gnostische Weltsicht ist vor allem deswegen mit dem christlichen Glauben unvereinbar, weil das Objekt zum Vorher (a priori), das Subjekt zum Nachher (a posteriori) gehört. "Objektiv würde das Gedankending heißen, das wir ohne Beweis, nur in unserer Phantasie als die Ursache des allein Wirklichem voraussetzen" ... "Subjektiv würde dann bezeichnen, was irgendein wirklicher Gegenstand (objectum) unserer Vorstellungen ist" (MAUTHNER 1923:450f). Anti-Dualismus ?Die zu lösenden Probleme lasten auch schwer auf Richard Rorty ... "Unsere Vorfahren sind eine Leiter hinaufgestiegen, die wir wegwerfen können. Wir können sie nicht deshalb wegwerfen, weil wir irgendeinen endgültigen Ruheplatz erreicht haben, sondern weil wir andere Probleme zu lösen haben als die, die unsere Vorfahren verwirrt haben" [15]. ... und daher verlangt er ein zielgerichtetes Handeln. "Wir können Wahrheit nicht als Ziel des Untersuchens betrachten. Der Zweck des Untersuchens besteht darin, unter Menschen eine Übereinstimmung darüber herzustellen, was zu tun ist, um einen Konsens über die anzustrebenden Ziele sowie über die zu ihrer Erreichung einzusetzenden Mittel zustandezubringen. Untersuchungen, die keine Koordination von Verhalten erreichen, sind keine Untersuchungen, sondern bloße Wortspielerei" [18]. Seine Perspektive ist klar ... "Es geht dabei um die Frage, wie wir von den uns zur Verfügung stehenden Werkzeugen Gebrauch machen sollen, um technologischen und politischen Fortschritt zu erzielen" [18]. ... und damit es ja keinen Streit gibt, ... "Alles, was wir zu wissen brauchen, ist, ob eine konkurrierende Beschreibung vielleicht zu manchen unserer Zwecke nützlicher wäre" [19]. ... sollen die Dialektik und der Dualismus bereits im Keim erstickt werden. "Es gibt keinen Weg, den Beitrag, den das Objekt zu unserem Wissen leistet, und den Beitrag, den unsere Subjektivität leistet, auseinander zu dividieren." [20]. Das ist falsch! Subjekt und Objekt lassen sich quantitativ durch eine Korrelation voneinander trennen. Das Optimum ist dann der Prototyp. Selbst die Überprüfung der Wahrhaftigkeit einer logischen Definition ist auf qualitativem Wege möglich. Während im ersten Fall Merkmale und Merkmalsträger korreliert werden, teilen im zweiten Fall unsere Sinne die definierten Dinge in Klassen ein. Wie eingangs bereits erwähnt, ist der Dualismus die Vorstufe zur Dialektik. Wieso dann nicht einfach die Fälle und die Perspektiven in einer Tabelle gegenüberstellen? Wer inspiriert genug ist, wird die Synthese schon finden. Literatur: |